14 Oktober 2010 - 20:30

23 bahrainisch-schiitische Aktivisten sollen wegen "Staatsterrorismus" vor Gericht gestellt werden.

Wie die Ahlul Bayt News Agency ABNA berichtet, sollen in Bahrain 23 Schiiten wegen "Terrorismus gegen den Staat" verurteilt werden. Die Aktion war ein Teil der Niederschlagung gegen schiitische Politiker, die in Bahrain die Opposition stellen.
Ihnen wird vorgeworfen Staatsterrorismus betrieben zu haben, da sie sich gegen das System geäußert haben. Die 23 Männer werden am 28. Oktober mit den Anschuldigungen eine terroristische Vereinigung gegründet zu haben vor Gericht gestellt. Dies bestätigt auch General Abdul rahman Al Sayed am Mittwoch.
Die schiitischen Aktivisten könnten harte Strafen wie die lebenslange Freiheitsstrafe erhalten, falls sie verurteilt werden.
Das bahrainische Parlament, welches von Sunniten dominiert wird, lässt der politischen-schiitischen Minderheit im Land keine Chance. Versuche der Machtübernahme werden als Staatsterrorismus geahndet, und hart bestraft.
Amnesty International berichtet derzeit von mehr als 250 Menschen, die sich in Bahrain in Gefangenschaft befinden. Nicht wenige davon hatten von Vergewaltigungen und Mißhandlungen berichtet.
Viele der schiitischen Aktivisten, darunter auch viele Frauen, wurden an der Ausreise aus ihrem Land gehindert und von den Behörden unter Hausarest gestellt.
"Es besteht ein andauernder Krieg gegen Regierungskritiker." So Nabeel Rajab, der Kopf des Menschenrechtszentrums in Bahrain am Montag.
Die Bevölkerung im ehemalig iranischem Bahrain sind überwiegend Schiiten. Die sunnitische Regierung enthält den Schiiten jedoch ihre Rechte vor. Berufe können Schiiten nur mit starker Diskriminierung ausüben. Löhne sind für Schiiten niedriger, auch Wohnungen und Häuser sind teurer als für sunnitische Einwohner des Landes.